Arbeit mit dem Inneren Kind

Wenn wir als Kind einen Schock (negatives Erlebnis) erlebt haben, kam es zur Hormonausschüttung und wir wurden in den Modus versetzt: Flucht, Angriff, Erstarrung (vegetatives Nervensystem).

 

Wurden wir danach getröstet, durften weinen, wütend werden oder trauern, dann lief die emotionale Welle aus und wir kamen wieder in unser Gleichgewicht.

 

Wurden wir nicht getröstet, niemand hat mitbekommen, dass wir einen Schock erlitten haben, modert es in unserem Innern vor sich hin. Geschieht nun etwas, was uns an den Schock erinnert, ein Duft, Musik usw. reagiert unser Gehirn wie auf eine echte Gefahr. Evt. können wir uns überhaupt nicht an den Schock erinnern, und wir fragen uns, was denn eigentlich los ist.

 

Eine der ältesten und wichtigsten Funktionen des Gehirns ist die Schmerzvermeidung und wir wenden viele unbewusste Trickts an, um nie wieder in diese Gefahr zu kommen.

 

Wir beginnen uns selbst zu kontrollieren und haben merkwürdige kognitive Verknüpfungen gebildet und diese nie hinterfragt, da sie unbewusst entstanden sind.

 

Beispie: "Wenn ich erst gar niemanden an mich heranlasse, dann werde ich auch nicht enttäuscht."

Oder: "Wenn ich keine Gefühle zeige, dann merkt niemand, dass ich welche habe."

 

Werden wir als Erwachsener an eine kindliche Verletzung erinnert, reagieren wir mit Angriff, Fucht oder Erstarrung, ohne zu verstehen, warum. Eigentlich könnten wir als Erwachsener anders damit umgehen.

Es würde sich lohnen, diese Tabuzonen zu überprüfen und neu einzuordnen. Der Erwachsene, der wir heute sind, kann das für das Innere Kind tun, was damals so dringend nötig gewesen wäre.

 

Denn die Schmerzvermeidung verhindert auch das Lebendig sein.

 

Wir brauchen ein beschütztes, geliebtes und in seiner Bedürftigkeit erkanntes Inneres Kind, damit wir unser Leben als Erwachsene bewusst und schöpferisch gestalten können.